Über uns

Über die Entstehungsgeschichte von Familienetz und das Team dahinter

Familienetz. Für Frieda. Eine Herzensangelegenheit.

Eine einfache Idee, geboren aus eigenem Bedürfnis: Das ist im Kern die Geschichte von Familienetz. Schon im Jahre 2005, als das Internet noch kein Allgemeingut war, wurde die erste Version von Familienetz online gestellt. Ein winzig kleiner Bereich im World Wide Web, eigens eingerichtet für Frieda, der die Möglichkeit bot, Nachrichten auszutauschen, Fotos zu teilen und gemeinsam einen Kalender zu verwalten. Eine Initiative ihrer Söhne Maarten und Hein, dazu ins Leben gerufen, alle Beteiligten ständig auf dem Laufenden zu halten. Damit schrieben die beiden im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte.

Kurz nachdem Frieda aufgrund ihrer fortschreitenden Demenzerkrankung in ein Pflegeheim gezogen war, mussten ihre Kinder feststellen, dass sie nicht mehr wie bisher gewohnt am Leben der Mutter Anteil nehmen konnten. Obwohl sie versuchten, Frieda so oft es nur ging zu besuchen, entstanden Lücken in ihrem kollektiven Gedächtnis, wenn es darum ging, den allgemeinen Lebens- und Gesundheitszustand Friedas zu benennen, zum Beispiel was Frieda tagtäglich erlebte, wie ihre Tage verliefen oder an welchen Aktivitäten sie teilnahm. Es war einfach unmöglich, mit den Entwicklungen Schritt zu halten und diese möglichst wahrheitsgetreu wiederzugeben. Das war schade, so fanden die Kinder. Und es sollte sich auch als unnötig erweisen.

Frieda in der Hauptrolle

Mit diesem kleinen Bereich, den die beiden Brüder aus ihrem eigenen Bedürfnis heraus im World Wide Web einrichteten, entstand ein neues Kommunikationsmittel, bei dem Frieda die Hauptrolle spielte und bei dem ihren Kindern, aber auch den Mitarbeitern der Pflegeeinrichtung, in der Frieda lebte, wichtige Nebenrollen zukamen. Diese drei wichtigen Elemente machen auch heute noch den besonderen Erfolg von Familienetz aus. Und dazu zählt natürlich auch die Grundfunktionalität. Denn die hat sich im Vergleich zur ersten Version kaum verändert.

Familienetz 1.0 diente nur einem Ziel: der Kommunikation mit und über Frieda. Vonseiten der Pflegeeinrichtung, vonseiten der Kinder, vor allem aber: der Kommunikation miteinander. Simple Fragen, kurze Anmerkungen, das schnelle und einfache Teilen von Informationen. Denn, so sollte sich schon bald herausstellen, das alles war gut für das Wohlbefinden Friedas. So konnten Angehörige und Nahestehende nicht nur ständig auf dem Laufenden gehalten, sondern vonseiten der Pflegeeinrichtung auch schnell und einfach dazu angeregt werden, sich wo nötig aktiv an der Betreuung der Pflegebedürftigen zu beteiligen. Es machte den schwierigen Prozess des langsamen, ungewollten Abschiednehmens um einiges erträglicher. Familienetz 1.0 steigerte in hohem Maße die Anteilnahme aller Beteiligten.

Von einem „Ja, aber…“ zu einem „Ja, gerne!“

Familienetz 2.0 tut das noch immer. Sogar besser als die allererste Version. Es war daher auch mehr Zufall als Strategie, dass die damalige Website nach dem Tode Friedas nicht aus dem Netz genommen wurde. Die Pflegeeinrichtung, in der Frieda ihren Lebensabend verbracht hatte, war inzwischen begeistert von Familienetz. Ebenso die Angehörigen und Nahestehenden anderer Bewohner. Dieser winzige und von der Außenwelt abgeschirmte Bereich des Internets, der ausschließlich den direkt Beteiligten zugänglich und sehr einfach anzuwenden war, hatte seine kleine Anhängerschaft gefunden. Und was im Kleinen funktioniert, das funktioniert auch im Großen.

Mehr als zehn Jahre arbeiteten die Brüder an der aktuellen Version von Familienetz. Zunächst erwies sich die Pflegeeinrichtung Friedas als visionär, sogar als etwas zu visionär. Dort verwendete man Familienetz zwar gerne, in anderen Teilen der Niederlande allerdings gab es noch Bedenken: War Familienetz denn auch sicher genug? Hatte man dafür eigentlich genügend Zeit? Wollten die Menschen so etwas überhaupt? Die kurze Antwort lautet, wie man heute sieht, dreimal Ja!

Denn die damaligen Einwände konnten bis heute größtenteils widerlegt werden. Nicht nur Familienetz wurde immer wieder überarbeitet, auch die Gesellschaft hat sich in der Zwischenzeit weiterentwickelt. Heutzutage begrüßen Pflegeeinrichtungen gerade das einfache, aber effektive Konzept von Familienetz. Technisch wurde alles so eingerichtet, dass Sicherheit und Datenschutz in allen Bereichen gewährleistet sind. Zudem hat sich die Pflege- und Betreuungslandschaft charakterlich verändert. Die Beteiligung von Angehörigen und Nahestehenden ist heutzutage nicht nur erwünscht, sondern auch notwendig. Familienetz macht die gemeinsame Pflege und Betreuung für alle Beteiligten einfacher und – ebenso wichtig – schöner.

Noch immer eine Herzensangelegenheit

Familienetz ist ein Unternehmen, das mit Herz agiert und arbeitet. Und das zeigt sich in allem. Wir sind ein kleines und eng zusammenarbeitendes Team, das aus mehreren Familienmitgliedern besteht. Wir sind keine Freunde harter Akquisition, sondern bevorzugen eine freundliche und zugängliche Kommunikation. Unser Angebot zeichnet sich durch ein günstiges Preismodell aus. Das Wichtigste jedoch ist, dass Familienetz mit viel Liebe und Leidenschaft betrieben wird.

Wie bereits gesagt, sind die Grundfunktionen der ersten Version auch heute noch in Familienetz vertreten. Sie wurden eigentlich auch nicht ausgeweitet. Schnelle und freundliche Kommunikation, immer direkt auf dem Laufenden sein, problemlos teilen können: Das sind und bleiben im Wesentlichen die Grundfunktionen von Familienetz. In unserer heutigen Internetlandschaft eigentlich etwas Außergewöhnliches. Nicht endlos immer wieder neue und noch modernere technische Spielereien, sondern die stetige Überarbeitung und Verbesserung bereits vorhandener Funktionalitäten. Unser Ziel ist es, die Verbundenheit zwischen Angehörigen und Pflegenden zu fördern und Familienetz zum roten Faden werden zu lassen, an dem sich alle Beteiligten bei der Organisation der gemeinsamen Pflege und Betreuung orientieren können. Mit persönlicher Aufmerksamkeit und Sinn für das wirklich Wesentliche. Das ist und bleibt der Kern von Familienetz.

Das Team von Familienetz strebt daher auch nicht die Ausweitung des Dienstleistungsangebots an, jedenfalls nicht, solange es sich dabei nicht um wirklich relevante Erweiterungen wie zum Beispiel das Lebensbuch handelt, bei dem Angehörige und Nahestehende eine Zeitleiste in Wort und Bild erstellen können. Aber unser eigentliches Bestreben liegt darin, Familienetz für ein noch breiteres Publikum erreichbar zu machen und es somit so vielen Angehörigen und Nahestehenden wie möglich zu ermöglichen, dauerhaft an der Betreuung ihrer pflegebedürftigen Lieben teilzunehmen. Als sicherer und verbindender Faktor zwischen Angehörigen, Nahestehenden und Pflegeeinrichtung.

Die schönste Arbeit der Welt

Es sind bereits die ersten Anfragen aus dem Ausland bei uns eingegangen. Wir empfinden diese Entwicklung als überaus spannend, denn die Beteiligungskultur, so wie wir sie uns in den Niederlanden zu eigen gemacht haben, ist in vielen anderen Ländern etwas völlig Neues. Dennoch wagen sie diesen Schritt. Familienetz kann überall und für jeden von Bedeutung sein, nicht nur in Altenpflegeeinrichtungen. Auch andere Langzeitpflegeeinrichtungen nutzen Familienetz, beispielsweise Einrichtungen, die Menschen mit Behinderung betreuen. Es hat sich ebenso gezeigt, dass sich Familienetz auch besonders gut für Privatpersonen eignet.

Die Möglichkeiten sind endlos, und daran arbeitet das Team von Familienetz von seinem Unternehmenssitz im niederländischen Groningen aus auch jeden Tag hart und mit voller Leidenschaft. Nicht nur heute, sondern auch in Zukunft. Für die Mitarbeiter des Teams von Familienetz ist das die schönste Arbeit, die man sich nur vorstellen kann.

Und Frieda spielt immer noch eine besonders wichtige Rolle: Sie ist als Ikone des Unternehmens Familienetz allgegenwärtig.

Das Team von Familienetz

Dieses motivierte Team macht Familienetz möglich.